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Bilderrätsel

Was haben die folgenden fünf Bilder gemeinsam?

Richtig.

Auf keinen diese Bilder ist nur ein Graffiti oder ein Plakat zu erkennen. Man mag jetzt vielleicht denken, dass das ja mal ganz schön ist, weil noch nichts von den bösen Vandalen zerstört wurde. Doch das wäre nicht zuende gedacht.

Die HafenCity ist ein recht neuer Stadtteil in Hamburg. Umstritten, nicht nur wegen der Elbphilharmonie, die als Aushängeschild dienen soll. Seit 2003 wird an diesem Stadteil rumgebaut und bis 2020 soll dann alles stehen. Dann werden dort 12.000 Menschen wohnen und 40.000 Menschen arbeiten können. Blabla.

Zurück zu Graffiti, das hier vollkommen fehlt. Die auf dem ersten Blick erfrischene Abstinenz von Schmierereien zeigt, dass dieses Viertel noch/schon tot ist. Denn Graffiti zeigt, dass die Umgebung von der Subkultur aufgenommen wurde. Man schaut immer sehnsüchtig nach New York oder Berlin, das mit seinen jungen und kreativen Menschen so lebendig ist. Fährt im Fernsehen ein Wholetrain durchs Bild, will man sofort einen Flug buchen. Geht man aber durch die HafenCity, sucht man vergeblich nach einem Puls. Hier kommt kein Sprayer hin, weil hier gibt es keinen Fame.

Gut, die HafenCity ist relativ jung, man sollte ihr eine Chance geben. Aber einfach Hochhäuser hochziehen und der Stadt die Sicht aufs Wasser nehmen, verspricht keinen Zulauf an kreativen Menschen. Eben grad, kurz bevor die ansässigen Firmen um 12.30 Uhr ihre Mittagspausenschleusen öffnen, wagte ich einen kleinen Spaziergang. Es fühlt sich an, als wäre man der letzte Überlebende auf der Erde: Keine Menschen auf der Straße, nur eine Gruppe Touristen stand vor der Elbphilharmonie und glotzten auf die teuerste Baustelle der Stadt.

Ich selber fand die HafenCity spannend, als sie noch eine Baustelle war und man in den Rohbauten herumspazieren konnte. In den Tiefgaragen konnte man noch das ein oder andere Foto machen und alles war noch so herrlich unbewohnt. Jetzt wohnen dort schon Menschen und es passiert trotzdem nichts. Abends geht man dort nicht weg, weil es nichts gibt außer zwei Restaurants. Dafür muss man auch keine Angst haben, denn wo nichts ist, gibt es auch nichts zu holen. Außer unbezahlbare Wohnungen und leerstehende Büros-

HafenCity – so spannend wie Amöben beim Schlafen zu beobachten.

Eine Reaktion

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    spanier

    ganz klar, alter!

    HAFENCITY BLEIBT!

    http://www.flickr.com/photos/spanier/2807627743/

    18. März 2010 um 14:50