Ich möchte hiermit auf das Portfolio meiner Freundin hinweisen, welches ich diese Woche gestaltet, programmiert und gelauncht habe. Sie ist freie Journalistin und Texterin und wer sie nicht buchen will, kann sich diese wunderschöne Seite trotzdem angucken und sie weiterempfehlen.
Stottern ist etwas, womit nicht nur die Betroffenen ein Problem haben. Wenn wir jemanden stottern hören, empfinden wir Mitleid und müssen uns innerlich trotzdem manchmal das Lachen verkneifen. Oft fällt es auch schwer, richtig mit einem Stotterer umzugehen. Es gibt wirklich Menschen, die glauben, dass man langsam und deutlich mit ihnen sprechen muss, wie mit einem Schwerhörigen. Und dass sie ja aufhören zu stottern, wenn sie singen, das wissen wir auch. Was es aber bedeutet, mit Stottern durch die Welt zu ziehen, das wissen nur die, die sich in einem vollen Starbucks einen Latte erstottern müssen.
Vier Studenten der Vancouver Film School haben einen Film über die 16-jährige Hannah Seaman gedreht, Schönheitskönigin und ungefähr seit ihrem 8. Lebensjahr mit einem Stottern geplagt.
Ein großes Thema ist bei mir zur Zeit die Personalisierung von Fußballtickets, die nicht nur bei Auswärtsspielen einschlägiger Mannschaften Einzug erhält, sondern auch bei Heimspielen des Hamburger SV und des VfL Wolfsburgs. eines meiner Gegenargumente war bisher immer, dass man bei Konzertkarten bisher noch keine Personalisierung “Genießen” durfte, was mit dem nicht vorhandenen Willen der Veranstalter zur Bekämpfung des Schwarzmarktes wiederlegt wurde. Das ändert sich nun, wenn man sich die Kartenpolitik der Toten Hosen anschaut. Für das Zusatzkonzert im Berliner SO36 haben sie sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Um Schwarzhandel mit den Tickets auszuschließen muss bitte jeder Käufer einen Ausweis oder Führerschein dabei haben. Name und Ausweisnummer werden vor Ort auf dem Ticket eingetragen. Pro Person werden max. 2 Karten verkauft, allerdings muss der Käufer dann Ausweis oder Führerschein der zweiten Person dabei haben, damit auch das zweite Ticket personalisiert werden kann.
Natürlich handelt man damit nur zum Wohle aller, damit sie sich keine Karte zu überhöhten Preisen kaufen müssen. Man hat somit nämlich gar keine Chance mehr, sich eine Karte zu kaufen, sollte man in den für drei Stunden angesetzten Vorverkauf (20-23 Uhr) das Pech haben, keine Karte mehr abzubekommen. Dass man seine Personalausweisnummer auf die Karte schreiben muss, ist für mich nicht vertretbar. Für ein Clubkonzert sollte man nicht mit hochsensiblen Daten um sich schmeißen, was im Suff gerne mal mit einer Konzertkarte passieren kann. Auch nicht, wenn es für einen vermeintlich guten Zweck sein sollte.
Personalisierung von Konzerttickets ist nicht Punk Rock.
Freisings beste Band Blumentopf macht das, was Wahlmotivations-Spots an sich nicht schaffen: junge Menschen zum Wählen animieren. Anstatt geklautes aus Übersee auf Deutschland adaptieren zu wollen (“Geh nicht wählen!”), treffen die Jungs mit ihrem Song schon mehr den Nerv:
Gehst nicht zur Wahl, hängst lieber den ganzen Tag auf’m Sofa
Und spielst Playstation unter deinem Barack Obama-Poster