
Ins eigene Nest geschissen: Zerstörte Penny-Filiale
Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich über das hier angrenzende Schanzenviertel aufrege. Erst waren es die Yuppies, dann die Pinneberger, die Autonomen, dann wieder die Pinneberger und jetzt sind es, mal wieder, die erlebnisorientierten Hartz-IV-Empfänger in spe. Denn jährlich zum Schanzenfest (und zum 1. Mai und manchmal auch einfach so), gibt es was auf die Fresse. Eher gesagt: Erst wird friedlich gefeiert, dann kommen ein paar Hirnamputierte, zünden was an und faseln was von “unser Viertel”. Die Polizei findet das nicht gut und dann gibt es wieder tolle Bilder in der Zeitung.
Von einer politischen Motivation kann schon lange keine Rede mehr sein und deren Viertel ist das erst recht nicht. Die reisen 30-40 Minuten mit der S-Bahn an (oder aus Berlin) und sagen ihren Eltern, dass sie bei einem Freund schlafen. Die sind auch nicht links, sondern sehen das eher als Hobby. Politik ist denen auch eher egal, sind eher so Allesfahrer. Hauptsache man kann mal wieder eine gute Party zerstören.
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Alles ist vergänglich. Druckerschwärze, Fürze und Kaffeefilter. Leider auch das Fachgeschäft. Das ist, für die jüngeren unter euch, ein Laden, in dem weniger als 300 Mitarbeiter beschäftigt. Schuster, Schreibwaren, Nischenläden – alles Geschäfte, wo man beim zweiten Besuch schon herzlich begrüßt wird und man von Profis beraten wird. Und nicht von Studenten, die bei Media Markt montags Kühlschränke und dienstags Drucker verkaufen.
Man ist heute geradezu gezwungen, bei Ketten und Kaufhäusern einzukaufen. Der letzte kleine Baumarkt bei mir um die Ecke hat schon lange dicht gemacht. Der nächst größere bzw. große (dazwischen gibt es nichts mehr), ist ein gutes Stück entfernt. Mal eben ein paar Schrauben oder Werkzeug kaufen ist da gleich mit einer Busfahrt und einem Fußmarsch verbunden.
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Wenn der Rülps nach Jackie-Cola schmeckt und die Augen ein wenig brennen, dann ist das dieser Moment, wo man anders glücklich ist als sonst. Dann, wenn man anderen Menschen beim Zeitvertreib zuschaut und das Wetter einmal nicht so beschissen ist, wie man es sonst immer bemängelt. Dann denkt man darüber nach, wo man heute ist und vor allem wo man einmal war.
Hin und wieder stellt man sich die Frage, was man besser findet: das Heute oder das Damals. Man vergleicht dann, wie unbeschwert es als Kind war, als man noch keine Verantwortung zu tragen hatte und man im Auto einschlafen konnte und trotzdem in seinem Bett schlief. Keine Frage, Kind sein hatte durchaus seine Vorteile.
Ein Gefühl hat mich damals aber begleitet, welches heute noch jede Erinnerung an damals unterstreicht. Das Gefühl von Abhängigkeit. Ich habe sie gehasst, da sie mich stets davon abhielt, mich so zu entwickeln, wie ich es damals für richtig hielt. Denn meine Eltern wussten nicht, was gerade angesagt war und wollte ich mit den Trends mitlaufen, so konnte ich das mal schön vergessen. Mein erstes Skateboard war ein Komplettboard mit rosafarbenen Plastikschrott. Der Kommentar von meiner Mutter: “Das ist doch ein richtiges Profi-Skateboard, oder?” Eine Profi-Panzerfaust wäre schöner gewesen.
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Life Hacks sind Tipps zur Steigerung der eigenen Produktivität, für ein besseres Leben. Dieser Trend bewegt sich zwischen Meme und einer Szene, die einen wie der MacGyver des Alltags fühlen lässt. Da ist natürlich auch viel Schrott dabei, aber die Perlen sind dafür umso so hilfreicher.
Ich habe meine unerschöpfliche Lebenserfahrung abgerufen, um meine eigene Liste lebensrettender Maßnahmen zu erstellen. Für dich. Ein Zaubertrank des Alltags, quasi. Bitteschön:
- Kaltes Wasser auf die Handgelenke und Du erinnerst dich nicht mehr, müde gewesen zu sein.
- Konversationen per SMS sind das teuerste auf deiner Telefonrechnung. Anrufen ist oft billiger, E-Mail sogar umsonst. Kauf dir ein Smartphone.
- Such dir ältere Frauen mit mehr Erfahrungen. Sie haben mehr Geld und verlassen dich nicht so schnell.
- Du erkältest dich nicht, wenn Du frierst. Du erkältest dich, wenn Du dich ansteckst.
- Starre nicht! Egal welches Geschlecht – starre nicht!
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