Skateboard Uh Ah Ah
Die Welt regt mich zu sehr auf, als dass ich darüber grad schreiben könnte. Deshalb gibt es ein schönes Video, das man mir vor Wochen schon zugesandt wurde.
Die Welt regt mich zu sehr auf, als dass ich darüber grad schreiben könnte. Deshalb gibt es ein schönes Video, das man mir vor Wochen schon zugesandt wurde.

Seit 2006 ist jeder Deutsche nicht nur Deutschland-Fan, sondern muss auch unbedingt mal nach Wacken. Der Auslöser ist mit Sicherheit die “Full Metal Village”-Dokumentation, aber auch die Event-Geilheit der Menschen. Und seit 2006 schickt sich auch jeder Nachrichtendienst an, vom ach so friedlichen Metalfest im Norden zu berichten. Hach, guck mal, wie putzig. Sehen so gefährlich aus, essen aber gar keine Kinder.
Vorweg muss ich sagen, dass ich noch nie in Wacken war. Schockschwerenot! Das liegt daran, dass mir vor dem Hype das Billing selten zusagte. Ich bin halt kein Headliner-Fahrer. Ich mag das Gesamtpaket. Und da bin ich trotz Hamburger Wohnsitzes lieber zum Dynamo, Hurricane (bevor die Kinder kamen) und With Full Force gefahren. Und jetzt wo das Billing ganz gut ist, muss man sich die Kuhle mit 75.000 Deppen teilen und acht Monate im voraus die Karte sichern.
Obwohl der FC St. Pauli nicht mein Verein ist, habe ich “Schicksalsspiel” mehrmals gesehen. Da war ich noch jung und es gab damals noch nicht diese Dichte an Hooligan-Filmen wie heute. Das war 1993 und Benno Führmann (St. Pauli-Fan) und Nicolette Krebitz (Tresenschlampe aus Rostock) haben den Hass zwischen dem FC St. Pauli und FC Hansa Rostock ein bewegtes Bild gegeben.
Die Story ist recht simpel: Ein paar St.Paulianer fahren mit dem Zug nach Rostock zum Auswärtsspiel. Knacki (Benno) verknallt sich in die Bedienung Conny (Nicolette) und das kann ja irgendwie nicht gut gehen. Dazwischen gibts ordneltich aufs Maul und am Ende auch irgendwie Love.
Wie auch immer, St. Pauli ist scheiße, Rostock aber auch und irgendwie noch mehr. Dieser Film (jetzt komplett auf YoutTube) ist eine Rarität, nirgends käuflich zu erwerben. Sollte man gesehen. Auch als Rothose, wie ich es bin.
Indie und ich sind ja echt keine Freunde. Die Szene geht mir aufn Sack und vieles ist einfach Schrott. Indie ist quasi das Dubstep der Rockszene – bis man da mal ein paar Perlen gefunden hat…
Dank eines Tweets von n3rdig gibt es nun aber eine Perle mehr in meinem Schmuckkästchen. Abgesehen vom phänomenalen Video ist dieser Träck ziemlich satt. Was vor allem am Bass-Sound liegt, der normalerweise vom Mischer weit runter gedreht wird (“Der Bass ist schon fertig gemischt” – “Aber ich war doch nur kurz auf Klo!?”). Hier klingt das Gerät einfach mal dick wie Blütenhonig von Bauer Horst.
Abgelutschte Floskel, aber treffend: Ein guter Start ins Wochenende.