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Oh Fußball, where art thou?

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich über den bösen modernen Fußball jammere. Doch ich möchte hier jetzt mal erklären, warum ich keine Dauerkarte habe und trotzdem seit 17 Jahren HSV-Fan bin. Denn die Frage nach der Dauerkarte ist meist die erste Reaktionen auf meine Antwort, welcher Verein denn meiner ist. Es hat weder etwas mit Faulheit zu tun, dass ich immer seltener ins Stadion gehe, noch mit einer fehlenden Konsequenz, jedes zweite Wochenende nach Stellingen zu fahren. Es fällt mir einfach immer schwerer, mich auf den Fußball zu konzentrieren.

Am vergangenen Ostersonntag bin ich dann mal wieder hin. Freundschaftsspiel, sofern es sowas überhaupt gibt, wenn es für die einen um den Abstieg und die anderen um den Einzug in den UEFA Cup (Fuck “Europa League”!) geht. Schön früh zum Stadiongelände, beim Ultras-Picknick ein paar Bier getrunken und Nachwuchs-Ultras erklärt, wer Uwe Seeler denn nun ist. Da vorher Fahnentag angekündigt war und die Hannoveraner und die Hamburger sich ja wohl gesonnen sind, konnte man sich auf ein entspanntes Spiel bei Pils und guter Laune freuen.

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Palolem


Palolem liegt direkt neben Patnam und weckt Erinnerungen an eine Woche Indien, wo Kühe mir Parkplätze wegnahmen und Familien ihre Verwandten am Strand verbrennen. Ja, ich weiß, Goa ist Indien light und es hängen dort nur Passverbrenner und Batik-Muttis rum. Aber das Land besteht nicht nur aus Anjuna Beach. Thailand ist ja auch nicht nur Koh Phangan.

Was ich sagen wollte: das Video find ich ganz schön.

Splitting The Atom


Das neue Video von MASSIVE ATTACK ist dunkel, endzeitig und wunderschön. Mehr kann ich dazu jetzt nicht sagen.

…sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.

Manchmal muss man schnell sein. Mit der Zeit gehen. Uptodate und so. Oder anders gesagt: manchmal muss man reagieren. Wenn dann so CSU-Nasen wie Ilse Aigner Facebook droht, ihre Mitgliedschaft zu beenden, wenn die sich nicht benehmen, dann kann man schon mal aktiv werden. Denn Drohgebärden wie diese erzeugen höchstens Fremdscham, aber keine Läuterung des größten sozialen Netzwerks der Welt. Zudem man wissen sollte, dass solche Plattformen nicht dazu da sind, dass wir alle happy sind, sondern um Geld zu verdienen. Mit unseren Daten. Big deal, wie der Franzose sagt.

Wie auch immer, Nico Lumma hatte die Idee für seheichmichgezwungen.de und ich habe die Seite dann gebaut und gestern online gestellt. Die Resonanz ist ziemlich groß, sekündlich gibt es neue Einträge. Sinn dieser Seite ist, den in den letzten Tagen oft zitierten Auszug des Drohbriefes von Frau Aigner an Mark Zuckerberg zu zweckentfremden. Dieser lautet im Original:

“Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik  zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden.”

Uuuh. Dabei gibt es weitaus kreativere Möglichkeiten, sich auszudrücken. Aber die da in Amerika werden sich schon warm anziehen jetzt, bevor sie ein Mitglied verlieren.

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