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Tag: Bundesliga

Oh Fußball, where art thou?

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich über den bösen modernen Fußball jammere. Doch ich möchte hier jetzt mal erklären, warum ich keine Dauerkarte habe und trotzdem seit 17 Jahren HSV-Fan bin. Denn die Frage nach der Dauerkarte ist meist die erste Reaktionen auf meine Antwort, welcher Verein denn meiner ist. Es hat weder etwas mit Faulheit zu tun, dass ich immer seltener ins Stadion gehe, noch mit einer fehlenden Konsequenz, jedes zweite Wochenende nach Stellingen zu fahren. Es fällt mir einfach immer schwerer, mich auf den Fußball zu konzentrieren.

Am vergangenen Ostersonntag bin ich dann mal wieder hin. Freundschaftsspiel, sofern es sowas überhaupt gibt, wenn es für die einen um den Abstieg und die anderen um den Einzug in den UEFA Cup (Fuck “Europa League”!) geht. Schön früh zum Stadiongelände, beim Ultras-Picknick ein paar Bier getrunken und Nachwuchs-Ultras erklärt, wer Uwe Seeler denn nun ist. Da vorher Fahnentag angekündigt war und die Hannoveraner und die Hamburger sich ja wohl gesonnen sind, konnte man sich auf ein entspanntes Spiel bei Pils und guter Laune freuen.

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Damals, als Okocha das Tor des Jahrhunderts schoss

Wir saßen auf der Couch, tranken ein paar Bier und gingen nochmal zurück auf Anfang. Unser erstes Mal, wie aufregend und schön es doch war. Was ist bis heute geblieben und was wird nie wieder so sein wie damals, als wir unsere Jungfräulichkeit verloren. Der Fußball hat sich stark verändert und wir sind froh, dass wir unseren Anfang hatten, als alles schon zu Ende ging.

Das Volksparkstadion war hässlich. Es war weitläufig, viel zu weit vom Spielfeld entfernt und voll mit Faschos und Hooligans. Da es außerhalb lag und kaum überdacht war, zog es einfach immer. Die 64.000 Plätze waren, wenn es gut lief, gerade mal zur Hälfte gefüllt. Aber es hatte eben seinen Charme. Und so standen wir dort alle zwei Wochen, in der brennenden Sonne oder, eher Hamburg-Style, im Dauerregen.

Bequemlichkeit war nicht wichtig für uns, dafür sprach schon der Stehplatz in Block E. Nichts im Stadion sorgte dafür, dass der Besucher hier ein Rundumsorglosevent erleben sollte. Seine Wurst kaufte man sich nicht an einer von 20 Aramark-Buden, wo alles einfach gleich schmeckt. Man stand mit dreißig Besoffenen bei Maren an der Wurstbude an, wo der Tresen immer ein Stück zu hoch war und die Senfflasche immer versifft. Schmale Pappe, Scheibe Brot, Dose Bier dazu. Diese konnte man nämlich noch ohne große Probleme mit ins Stadion bringen.

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Jahresrückblick 2010

Vier Tage in diesem Jahr reichen, um darauf zurück zu blicken. Was war? Was wird? Und vor allem: Was wäre wenn? Vorsätze, die es nicht gab, aber trotzdem gebrochen wurden und die große Vorfreude auf ein weiteres Jahr voller Kriege, Überwachung und Kopfschütteln. Das Jahr 2010 wird unser Jahr. Alles wird besser, lauter, schöner und vor allem mehr. Dies ist ein Rückblick auf ein Jahr, das genau so geschehen wird.

Die Hundegrippe

Schon im Dezember 2009 sah die Pharma-Industrie und der Staat die rückläufige Panik in der Bevölkerung. Ein Volk, welches sich gesund fühlt, geht aber nicht zum Arzt, kauft keine Medikamente undlässt sich nicht untersuchen. Also wurde der beste Freund des Menschen zum Agent Provocateur, zum Verbündeten, zum Maulwurf.

Die Hundegrippe kam im Mai von [irgendein rückständiges Land mit der richtigen Schuhgröße] nach Europa, nachdem süße Bishon-Friese-Welpen illegal in Pappkartons eingeschleust wurden. Anzeichen sind Tollwut, Ungehorsam (nix mehr bei Fuß) und explodierende Rüden in der Fußgängerzone. Aber keine Angst, ein kaum getesteter Impfstoff ist schon Unterwegs. Der verantwortliche Konzern wird auch diesmal wieder von der Verantwortung freigesprochen.

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