Was für ein schwieriges Wochenende es doch war, um entspannt durch die Medien zu zappen. »Der Tag, der die Welt veränderte« – bla bla der Terror und das Kind. Gut, das ist nun mal so, zehn Jahre später ist halt immer noch nicht vergessen, was anschließend sinnlose Kriege und Gesetze hervor gebracht hat. Da lassen sich auch alle Gewalten es sich nicht nehmen, noch mal ordentlich die Propaganda-Trommel zu rühren. Sei es SPIEGEL TV, die warnen, dass der Terror in Deutschland angekommen ist oder der US-Präsident, der sich entweder versprochen oder den Menschen dreist ins Gesicht gelogen hat. Ich zitiere SPIEGEL ONLINE und hebe dabei mal etwas hervor:
»Unser Wesen als Nation hat sich nicht verändert«: Mit einer bewegenden Rede hat US-Präsident Obama der Terroranschläge vom 11. September gedacht – und die Stärke seines Landes beschworen. Die USA hätten sich der Angst nicht ergeben.
Entschuldigung, ist das witzig gemeint? Nicht nur die USA, sondern die ganze westliche Welt machen seit zehn Jahren nichts anderes, als Ängste zu schüren. Die Amerikaner haben Schiss vor jedem Menschen mit Bart und verlängern stets den Patriot Act, der eine Totalüberwachung möglich macht. In Deutschland, England und – ach, überall! – werden härtere Gesetze gefordert, um den marginalen Terror im Vorfeld zu bekämpfen. Verlassene Gepäckstücke werden mit Cruise Missiles in die Luft gesprengt, Amokläufe in Terroranschläge umbenannt. Kostenpunkt: unsere Freiheit.
Dass dennoch dauernd diese Durchhalteparolen geschwungen werden, dass man ja eine starke Nation sei und die mal ruhig kommen sollen, diese Terrorianer, das ist so witzig, wie ein explodierender Ofen in einem französischen Atomkraftwerk. Angst ist das, was die Regierungen dieser Welt am Leben erhält. Und die Menschen haben sich dieser schon längst ergeben.

Cyber-Abwehrzentrum
Obacht, Leute. Böse Menschen in Kellern und mit Scannern bewaffnet wollen die Trinkwasserversorgung lahmlegen und die Sonne verdunkeln. Kriminelle im Cyberspace greifen an, wenn man es nicht merkt, geschützt durch ihre Alufolienhelme, damit ihre Gedanken geschützt bleiben. Sie überholen dich rechts auf der Datenautobahn, besaufen sich auf der Baudstelle. Doch alles wird gut, denn Innenminister Friedrich hat sein Cyber-Abwehrzentrum eröffnet.
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Jaja, Terror ist doof. Unschuldige Menschen sterben, Angst und Schrecken in Tüten. Ich erspare mir jetzt das obligatorische Ablehnen von international organisierter Gewalt gegen Unschuldige. Wir wissen alle, dass man das nicht gutheißen darf. Doch es gibt etwas, was sich genau auf die gleiche Stufe gesellt: das entzückte Klatschen zum Klang der Lynchjustiz.
Allen voran die Kanzlerin, die es ja voll fett findet, dass Osama bin Laden endlich getötet wurde. Kein Hinterfragen, kaum entsetzte Blicke. Stattdessen jubelt die Welt, dass ein Weltmeister des Versteckspielens endlich mit 3 Kopfschüssen hingerichtet wurde. Kein Verfahren, keine Bewaffnung, nur ein paar Headshots und eine Bestattung im Meer. Dass es dazu genug Futter für Verschwörungstheorien gibt, ist klar.
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Zugegeben, Winter und Schnee, das sind nicht unbedingt meine Favoriten unter den fantastischen vier Jahreszeiten. Da bevorzuge ich einen schönen Herbst oder das Frühjahr. Doch das ist noch lange kein Grund, diese Jahreszeit zu verteufeln. Wieso auch, kommt sie doch in diesen Breitengraden so gut wie jedes Jahr.
Winterwarnung in der Vorweihnachtszeit
Von dem Winter kann man also halten, was man will. Doch, dass er in den letzten Jahren immer mehr zur nationalen, wenn nicht sogar globalen Bedrohung wird, das geht zu weit. Steht der Winter doch mittlerweile auf einer Stufe mit der al-Qaida und der Schweinegrippe, warnen uns die Nachrichten auch dieses Jahr wieder davor, das Haus zu verlassen und zeigt uns Bilder von Unfällen, wo Menschen mal wieder zu spät gemerkt haben, dass es seit einem Monat arschkalt ist.
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