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Tag: Überwachungsstaat

Indect – Totalüberwachung bis wir alle gleich ticken

PreCrime ist Humbug, dachten wir. Minority Report ein schlechter Film mit Tom Cruise, dachten wir. Dabei wird schon seit langer Zeit genau daran geforscht: das von der EU geförderte Indect-Projekt soll nämlich genau das machen, wovon die neodiktatorischen Regierungen dieser Welt nur von träumen. Mit Überwachungskameras ausgestattete Drohnen erkennen am Gesichts- und Verhaltensmuster mögliche Straftaten. Dass es dabei nicht nur um geplante Terroranschläge gehen wird, sondern um ganz banale Alltagssituationen, beschreibt der Golem ganz gut:

Als Beispiel zeigt das Projekt einen Mann, der vor einem Auto nach seinem Schlüssel sucht. Dieses ungewöhnliche Verhalten – von einer Drohne oder einer Überwachungskamera aufgenommen – soll von einer Software ausgewertet werden. Passt das Verhalten der Zielperson in ein Muster, beginnt die Software mit einer Gesichtserkennung und gleicht das Bild nicht nur mit polizeilichen Datenbanken sondern auch im Internet mit sozialen Netzwerken und Suchmaschinen ab, um das Gesicht zu identifizieren.

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Dein Europa verscherbelt Dich an den Rest der Welt – NoPNR! (Update)

Menschen, die noch nicht aufgegeben haben und denen es nicht egal ist, was mit ihren Daten passiert, sollten diesen Beitrag und auch aktiv werden. Die Europäische Union verhandelt zurzeit mit Australien, Kanada und anderen Drittstaaten über die Übermittlung der Fluggastdaten. Vielleicht hören jetzt einige von euch das erste Mal davon und denken dabei an die Daten, die man beim Buchen eines Fluges angibt, doch weit gefehlt. Es ist die Kundenkarte der Reisenden und noch viel mehr.

Auf nopnr.org wird es gut zusammengefasst, was die Daten der Passenger Name Record (PNR) alles beinhalten:

Diese sogenannten passenger name record Daten (PNR)   werden von Fluggesellschaften während des Buchungsvorgangs erhoben. PNR Daten umfassen Kontaktinformationen und Angaben über die Person (Adresse, Mobiltelefonnummer, Geburtstag, Kreditkartendaten, Passinformationen usw.) sowie personenbezogene Informationen über den Passagier, wie besondere Reisevorlieben und Beziehungen zu anderen Mitreisenden (z.B. Sitzplatzinformationen).

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Wir sind selbst schuld

Was während der ganzen WikiLeaks-Histerie übersehen wird, ist ein Status der heutigen Zeit, den wir aus all den Filmen und Büchern kennen, die uns immer so fasziniert haben. Wir sind endlich dort angelangt, wo wir uns nie sehen wollten und was wir auch immer belächelt haben. Vielleicht auch aus Angst. Willkommen in der Endzeit.

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0,000162% Terror

Pünktlich zur Innenministerkonferenz gibt es eine konkrete Terrorwarnung von Thomas de Maizière, der aber nur zur Sorge, aber nicht zur Panik aufruft. Es gibt einen konkreten Zeitraum (24.-28. November), aber keinen konkreten Ort. Irgendwie alles halb konkret. Es ist aber von einer Handvoll Islamisten die Rede, die Schengener Visa besitzen und bald vom Sommercamp aus Afghanistan, Pakistan oder einem anderen Schurkenstaat zurück kommen. Dabei wird erwähnt, dass in Deutschland etwa 130 zum harten Kern zählende Bösewichte residieren, von 400 gewaltbereiten Islamisten ist auch die Rede.

Dann rechne ich mal.

Auf die 82 Millionen Menschen gerechnet, stellen ganze 0,000162% der Bevölkerung eine konkrete (bis dieses Wort uns aus den Ohren wieder raus kommt) Terrorgefahr dar. Das ist eine Menge Holz. Da ist es nur berechtigt, dass die Parteien jetzt wieder die Vorratsdatenspeicherung fordern, da man ja die Bevölkerung schützen muss, so die Polizei. Übrigens jene Polizei, die auch Demonstranten immer vor dem Terror der Poli… äh. Nun gut.

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