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Tag: Volksparkstadion

Damals, als Okocha das Tor des Jahrhunderts schoss

Wir saßen auf der Couch, tranken ein paar Bier und gingen nochmal zurück auf Anfang. Unser erstes Mal, wie aufregend und schön es doch war. Was ist bis heute geblieben und was wird nie wieder so sein wie damals, als wir unsere Jungfräulichkeit verloren. Der Fußball hat sich stark verändert und wir sind froh, dass wir unseren Anfang hatten, als alles schon zu Ende ging.

Das Volksparkstadion war hässlich. Es war weitläufig, viel zu weit vom Spielfeld entfernt und voll mit Faschos und Hooligans. Da es außerhalb lag und kaum überdacht war, zog es einfach immer. Die 64.000 Plätze waren, wenn es gut lief, gerade mal zur Hälfte gefüllt. Aber es hatte eben seinen Charme. Und so standen wir dort alle zwei Wochen, in der brennenden Sonne oder, eher Hamburg-Style, im Dauerregen.

Bequemlichkeit war nicht wichtig für uns, dafür sprach schon der Stehplatz in Block E. Nichts im Stadion sorgte dafür, dass der Besucher hier ein Rundumsorglosevent erleben sollte. Seine Wurst kaufte man sich nicht an einer von 20 Aramark-Buden, wo alles einfach gleich schmeckt. Man stand mit dreißig Besoffenen bei Maren an der Wurstbude an, wo der Tresen immer ein Stück zu hoch war und die Senfflasche immer versifft. Schmale Pappe, Scheibe Brot, Dose Bier dazu. Diese konnte man nämlich noch ohne große Probleme mit ins Stadion bringen.

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Ein Gespräch mit dem Hamburger SV über die Personalisierung der Tickets

Vor einigen Wochen habe ich das Thema schonmal angesprochen und meine Konsequenzen öffentlich gemacht, nachdem ich erfahren habe, dass der Hamburger Sport-Verein ab sofort den Stadionbesucher zwingt, seinen Namen auf sein Ticket zu schreiben, um so den AGB zuzustimmen, die dafür sorgen sollen, dass der Schwarzmarkt im Internet endlich zusammenbricht und der Fan nicht mehr zuviel Geld ausgeben soll für seine Karte. Da ich aus Prinzip nicht bereit bin, neben einem oft horrenden Preis auch noch meine Unterschrift abzugeben, um ein Fußballspiel zu besuchen und ich das auch als ersten Schritt in Richtung Vollpersonalisierung sehe, habe ich mich nicht nur mit anderen Fußballfans zusammen getan, sondern habe auch den  B.A.F.F., dem Bündnis aktiver Fußballfans, darüber informiert. Es gab aber noch Klärungsbedarf von der Vereinsseite und so wurde ich am vergangenen Dienstag mit zwei weiteren Fans zum HSV ins Volksparkstadion geladen, um mit Mike Lorenz (Fanbeauftragter), Kai Voerste (Verantwortlicher des Ticketings) und Dr. Jan Räker aus der Rechtsabteilung offene Fragen zu klären und um seinen Standpunkt klarzumachen.

Bevor ich das Gespräch zusammenfasse, muss ich trotz unterschiedlicher Meinungen sagen, dass ich schätze, dass der Verein auf mich bzw. uns zukam, um sich zwei Stunden Zeit zu nehmen, seinen Standpunkt und die daraus resultierende Entscheidung, diese Methode der Personalisierung einzuführen, noch einmal in aller Ausführlichkeit zu erklären. Das ist schon etwas anderes, als eine Seite in den Supporters News zu lesen und sich dann seinen Rest zu denken. An meiner Meinung hat sich trotzdem nichts geändert.

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