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Tag: Web 2.0

Dein Vadder 2.0

Das Thema “Web 2.0″ habe ich natürlich nicht mit einem Beitrag abgefrühstückt. Beim mentalen Scheißen (sitzen, aber es nur denken) kam mir die tolle Idee, einen kleinen Ratgeber zusammen zu stellen: 6 Argumente, um ein Afterwork-Lounging-Get-together zum Thema “Web 2.0″ in der Schänz aufzuwerten.

  1. Wie können Firmen Web 2.0 verlangen, wenn sie noch mit Browsern anno 2001 rumsurfen, wo Web 2.0 doch 2006 erfunden wurde? Ist es nicht die Aufgabe eines Dienstleisters, den Kunden diesbezüglich (hierbei den Zeigefinger leicht aggressiv in die Handfläche der anderen stoßen) zu beraten?
  2. Was kommt nach Web 2.0? Web 3.0 ist doch viel zu unkreativ. Ich wäre für Alpha Web. Allerdings ist die Idee noch voll beta.
  3. Wenn Facebook und Twitter Web 2.0 sind, was sind dann die Newsgroups und Mailboxes aus dem letzten Jahrtausend? (Wichtig: Kunstpause am Ende des Satzes und anschließend verwegen am Beck’s Lemon sippen)
  4. Was hast Du eigentlich vor 2006 so internetmäßig gemacht? (Denkphase des Gegenübers nutzen, um neues Bier zu holen)
  5. Wenn ich jetzt dein Kunde wäre, was würdest Du mir zweinulliges empfehlen, ohne Twitter oder Facebook zu erwähnen? (Bier schon wieder alle?)
  6. Web 2.0 bedeutet doch nur, dass es ein weiteres Formular gibt, wo man eine unnötige Statusmeldung an sich selbst schicken kann. (Diesen Satz unbedingt sofort twittern!)

Wichtig ist auch, in regelmäßigen Abständen Wörter wie Mashup, API und Microformats rauszuhauen. Hier hilft eine kleine Wichsvorlage.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen: Toy, toy, toy!

Deine Mudder 2.0

Ich weiß noch, es war Anfang 2006, glaub ich. Das Internet hat sich grad neu erfunden und aus dem Boden schossen fancy Websites mit glossy Beta-Buttons und krasse Spiegelungen. 20px Fließtext und Formulare so groß wie Babsis Titten. Es wurde gezweinullt, bis selbst Pferde kotzen mussten. Kein Mashup, das es nicht gab und kein Mashup, welches wir nuícht unbedingt brauchten. Das Problem: es war wie schneller Sex mit einer Bekannten. Fünf Minuten geil und danach ernüchternd und abgenutzt.

Für die Entwicklung im Programmierungssektor hat sich seither viel getan. Librarys bis zum Abwinken und genügend APIs, um hungernde Entwickler in Kellern wenigstens für ein paar Websiten menschliche Wärme zu schenken.

Das Problem mit jedem geheimen Strand ist, dass immer andere davon Wind bekommen, mit ihren Freunden kommen und dir ins Wasser pissen. Denn Mitte 2006 war für die meisten der Hype schon wieder vorbei und man rümpfte die Nase, wenn jemand im Raum das Unwort “Web 2.0″ auch nur dachte. Wie ein lautloser Furz, der sich warm-feucht das Steißbein hochzieht und dann für die nächste Stunde den Raum kontaminiert. Das einzige, was wirklich 2.0 war, war das Ergebnis des Spiels Deutschland gegen Italien. Nur andersrum.

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